{"id":603,"date":"2018-10-07T18:26:57","date_gmt":"2018-10-07T16:26:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rebreatherausbildung.de\/?p=603"},"modified":"2019-10-08T21:52:16","modified_gmt":"2019-10-08T19:52:16","slug":"wrack-tour-litauen-baltik-sea-sep-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rebreatherausbildung.de\/?p=603","title":{"rendered":"Wrack Tour Litauen,  Baltik Sea  Sep.2018"},"content":{"rendered":"<p>Mit dem Schiff \u00fcber die Ostsee zum Wracktauchen, unser Schiff die <strong>NZ55<\/strong> mit Heimat in Klaip\u0117da,Litauen ist f\u00fcr solche Touren bekannt.<br \/>\nKlaipeda (Geschichtlich das alte Memel in Ostpreu\u00dfen), ist die drittgr\u00f6\u00dfte Stadt<br \/>\nvon Litauen und f\u00fcr das Land ein bedeutender Ostsee Hafen und unser Heimathafen f\u00fcr die Tour.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rebreatherausbildung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Boot.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-593 alignleft\" src=\"https:\/\/www.rebreatherausbildung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Boot.jpg\" alt=\"\" width=\"314\" height=\"569\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Anreise war entspannt, Wolfgang und ich starteten um 9:00 Uhr in Hanau mit Ziel Oersdorf bei Hamburg, dort trafen wir Helmut und Jan, durch Absagen war die Truppe damit komplett. Ab nach Kiel und auf die F\u00e4hre nach Klaip\u0117da, 19 Stunden auf der Ostsee eine sehr entschleunigte Art zu Reisen.<\/p>\n<p>In Klaip\u0117da vom Terminal zum Anleger noch 15 Minuten. Linas Doublys der Eigner und Skipper der NZ55 begr\u00fc\u00dfte<br \/>\nuns herzlich.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rebreatherausbildung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Fisch-HP.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-586\" src=\"https:\/\/www.rebreatherausbildung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Fisch-HP.jpg\" alt=\"\" width=\"236\" height=\"355\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der erste Eindruck t\u00e4uschte nicht, Linas zeigte sich als hilfsbereit, kompetent und freundlich. Der taucherrische Ablauf hatte sich schnell eingespielt. Der Lift am Boot war mit Stages und Scooter ein Traum.<\/p>\n<p>Montag 03.09.2018<\/p>\n<p>Das Wrack, die \u201e<strong>SS Edith Bosselmann<\/strong>\u201c ein D\u00e4nischer Dampfer bis 1939 \u201eSS Rita Maersk\u201c, wurde durch eine russische Minensperre im Dezember `42 versenkt.Mit einer Tiefe von 51 Meter liegt das Wrack auf einer entspannten Tiefe f\u00fcr einen Erkundungs-\u00a0 Tauchgang. Wir wussten von gro\u00dfen Netzen am Schiff und waren sehr gespannt was uns erwartet. Leider hat uns die Sicht, es mit bescheiden zu beschreiben w\u00e4re eine Untertreibung, einen Strich durch den Tauchgang gemacht. Keine 2 m Sicht f\u00fcr ein fremdes Wrack mit Netzen sind keine guten Bedingungen. Im Detail sind Bullaugen, geflieste Bereiche (Bad) und diverse Werkzeuge und Porzellan zu sehen, auch hier sind Netze allgegenw\u00e4rtig. Nach 80 Minuten Wasserzeit hatten wir unsere erste Erkundung\u00a0 beendet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rebreatherausbildung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Scooter-HP.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-587\" src=\"https:\/\/www.rebreatherausbildung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Scooter-HP.jpg\" alt=\"\" width=\"341\" height=\"275\" \/><\/a>F\u00fcr dem R\u00fcckweg schlug uns Linas noch einen Entspannungstauchgang vor. Drei kleine, zusammen-liegende Wracks auf 27 Meter, die <strong>Scooter<\/strong> wurden ausgepackt. Das Wort Wrack, war in diesem Zusammenhang w\u00f6rtlich zu nehmen ;)<\/p>\n<p>Die Sicht war auch hier wie zu erwarten und wir, mit viel Spa\u00df nach 35`wieder auf dem Boot.<\/p>\n<p>Dienstag 04.09.2018<br \/>\nDas Abenteuer beginnt, Linas unser Kapit\u00e4n schlug uns ein Wrack vor, von dem lediglich die Position N55`40&#8222; E020\u201817&#8222;durch eine 7-min\u00fctigen Tauchgang best\u00e4tig war.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rebreatherausbildung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Side-Scan.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-585 \" src=\"https:\/\/www.rebreatherausbildung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Side-Scan.jpeg\" alt=\"\" width=\"383\" height=\"287\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit einer maximalen Tiefe von 65 m sollte uns gen\u00fcgend Zeit bleiben das noch nicht Identifizierte Wrack zu erkunden. Am Wrack angekommen \u00fcberraschte die unerwartet gute Sicht mit 3-5m. Ein gesamt \u00dcberblick war nicht m\u00f6glich. Auch hier gro\u00dfe Geisternetze, die mit Vorsicht zu behandeln <a href=\"https:\/\/www.rebreatherausbildung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Dynamo-Logo-HP.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-595 alignright\" src=\"https:\/\/www.rebreatherausbildung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Dynamo-Logo-HP.jpg\" alt=\"\" width=\"420\" height=\"280\" \/><\/a>sind.<\/p>\n<p>Details konnten freigelegt werden, ein kleiner Aufbau Steuerbord Mittschiffs<br \/>\nmit einem Logo.<\/p>\n<p>Logo einer Russischen Dynamo Fabrik.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rebreatherausbildung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Uwe-HP.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-592\" src=\"https:\/\/www.rebreatherausbildung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Uwe-HP.jpg\" alt=\"\" width=\"412\" height=\"298\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rebreatherausbildung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Deckel-HP.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-596 alignright\" src=\"https:\/\/www.rebreatherausbildung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Deckel-HP.jpg\" alt=\"\" width=\"286\" height=\"338\" \/><\/a><\/p>\n<p>Backbord eine Blechkiste mit gravierten<br \/>\nSchildern in Russischer Sprache auf dem Deckel.<\/p>\n<p>Das Betauchen des vorderen Laderaums war m\u00f6glich, dadurch konnte die Erkundung im Inneren fortgesetzt werden. Wir entdeckten einen Stapel von ca. neun runden Gegenst\u00e4nden, mit einem Durchmesser von 45 cm und einer L\u00e4nge von ca. 2,5 m. Es dauerte nicht lange und wir\u00a0 hatten eine Ahnung, Torpedos.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rebreatherausbildung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Torpedo-HP.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-594\" src=\"https:\/\/www.rebreatherausbildung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Torpedo-HP.jpg\" alt=\"\" width=\"826\" height=\"551\" \/><\/a>Zur\u00fcck an Bord begann gleich die Identifizierung, mit unserer Beschreibung des Wracks suchte Linas in einigen Foren nach Russischen Milit\u00e4rbooten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rebreatherausbildung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Torpedo-Boot-HP.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-589\" src=\"https:\/\/www.rebreatherausbildung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Torpedo-Boot-HP.jpg\" alt=\"\" width=\"412\" height=\"364\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es stellte sich heraus dass die Beschreibung mit einem <strong>Torpedoboot der Baureihe\u00a0 123<\/strong> zusammen passte. F\u00fcr den genauen Typ, durch Anzahl der Gesch\u00fctze zu unterscheiden (in unserem Fall die Befestigung der Gesch\u00fctze) sollte ein weitere Tauchgang Aufschluss geben.<\/p>\n<p>Mittwoch\u00a0 05.09.2018\u00a0\u00a0 Elbing IX<br \/>\nWir betauchten den Deutschen Frachter \u201e<strong>Elbing 9<\/strong>\u201c, von einem Russischen U-Boot im November 1942 versenkt. Bei einer Tiefe von 48 Metern sollte es ein entspannter Tauchgang werden. Das Wrack haben wir gefunden, mehr ertastet als gesehen. Ein Einschussloch ist am Bug zu sehen. Bei diesen Sichtverh\u00e4ltnissen sind die \u00fcberall vorhandenen Netze noch unheimlicher bzw. gef\u00e4hrlicher. Mit einer max. Tauchtiefe von 48 m und einer Zeit von &gt;50 Minuten beendeten wir den Tauchgang,<br \/>\ndas ist Ostsee tauchen.<\/p>\n<p>Donnerstag\u00a0\u00a0 06.09.2018<br \/>\nDer H\u00f6hepunkt der Tour, die \u201e<strong>SMS Friedrich Karl<\/strong>\u201c ein Schiff der Klasse -Gro\u00dfer Kreuzer- der Kaiserlichen Marine. Die SMS Friedrich Carl lief am Morgen des 17. November 1914 etwa 30 Seemeilen vor Klaipeda (Memel) auf zwei russische Minen und musste gegen 6:30 Uhr aufgegeben werden. Sie kenterte und sank um 7:15 Uhr. Sieben Mann ihrer Besatzung im Hecktorpedoraum kamen ums Leben. Der gesamte Rest der Besatzung wurde von dem kleinen Kreuzer SMS Augsburg aufgenommen. Auch die vier an Bord befindlichen Flugzeuge gingen verloren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rebreatherausbildung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/SMS-FRiedrich-Karl-HP.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-588\" src=\"https:\/\/www.rebreatherausbildung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/SMS-FRiedrich-Karl-HP.jpg\" alt=\"\" width=\"2990\" height=\"668\" \/><\/a><\/p>\n<p>Plan vom Oberdeck<\/p>\n<p>Mit einer L\u00e4nge von 127 Metern und einer Breite von 19 m bei einer Tiefe \u00fcber Grund von &gt;80 m ein Tauchgang der anspruchsvollen Art.<br \/>\nGeplant war eine Grundzeit von 30 Minuten am Wrack. Am Wrack angekommen, die Shot line lag\u00a0 Mittschiffs in einer Tiefe von 75 m. Unter uns \u201eNebel\u201c, die Sicht \u00fcber dem Schleier war \u00fcberraschend gut. Die Gro\u00dfen 21 cm Gesch\u00fctze waren gut zu sehen, kleinere 15 cm Gesch\u00fctze verschwanden teilweise im Schleier.<br \/>\nAuf 79 m sind wir selbst im Nebel verschwunden. Wir tauchten der Wrackkante entlang zum Bug, dort konnten wir das Wappen der Friedrich Karl klar sehen, leider versagte die Kamera ihren Dienst. So bleiben die Imposanten Eindr\u00fccke in unserem Ged\u00e4chtnis, bis zum n\u00e4chsten mal. Mit 26 Minuten Grundzeit (Leck im Handschuh) beendeten wir nach ca. 100 Minuten unseren Tauchgang. Auch ein Ausfall eines Akkus im Kontroller, die bereits erw\u00e4hnte Kamera und ein weiteres Leck in einem Handschuh konnten uns dieses Erlebnis tr\u00fcben.<\/p>\n<p>Uwe, Sep.2018<\/p>\n<p>Bilder:\u00a0 Kockrow\/Breidenstein<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Schiff \u00fcber die Ostsee zum Wracktauchen, unser Schiff die NZ55 mit Heimat in Klaip\u0117da,Litauen ist f\u00fcr solche Touren bekannt. 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